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Hilfe! Wir brauchen Helfer! Projekt: Helfer-Spenden-Topf

Im Förderschulbereich Mittelfranken bekommen wir pro Klasse als Helfer für Pflegearbeiten nur eine halbe Pflegefachkraft refinanziert. Das ist für die Praxis eine Personal-Ausstattung im Helfer-Bereich, die sich als absolut ungenügend erweist. Zwar können auch im Förderschulbereich inzwischen Schulbegleiter beantragt werden, die einzelne Kinder unterstützen, doch ist der Beantragungs-Aufwand und die Abwicklung dazu enorm hoch, außerdem dürfen diese Unterstützer sich nur um das eine Kind bemühen. Wir sind daher gezungen, zur Selbsthilfe zu greifen und haben einen Helfer-Spenden-Topf eingerichtet, aus dem wir in Zukunft zusätzliche Hilfskräfte finanzieren können. Z.B. würde uns ein/e Bundesfreiwilligen-Dienstleistende/r oder eine Hilfskraft im Freiwilligen Sozialen Jahr etwa 4000 € im Schulbereichseinsatz kosten. Mitarbeiter und Eltern unserer Einrichtung spenden in diesem Jahr alle Einkünfte aus unserem Advents- und Frühlingsfest, die wir ihrem persönlichen hohen Einsatz für die Umsetzung dieser öffentlichen Feste verdanken, in unseren neuen Helfer-Spenden-Topf.

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Nachwuchsschauspieler demonstrieren für Toleranz und gesellschaftliche Verantwortung

Sieben in einem Haus – Mit Freunden sieht die Welt viel besser aus01

(Theateraufführung) Theatersaal der Karl-König-Schule 20. April 2018

Vor vollbesetzten Rängen begeisterte eine aufstrebende Schülertheatergruppe mit einer Aufführung, die sich unter Regie von Magdalena Thanner und Renate Büttner den Themen gesellschaftliche Akzeptanz und positives Miteinander widmete. Gleich zu Beginn des Stückes glänzte die Schauspielgruppe mit einer musikalischen Livedarbietung des Lennon-Klassikers ‚Imagine‘. Die vollbesetzte Band unter Begleitung von Stephan Iglisch und Markus Imhof machte sich Bassklangstäbe, mehrere Harfen, Glockenspiele, Schlagwerk in Form einer Cajon sowie im späteren Verlauf einen Konzertflügel zunutze, um den Titel in einer einzigartigen Interpretation darzubieten. Bereits zu diesem Zeitpunkt verspürte jeder der Anwesenden wahrhaftige Gänsehaut.

Das Team verstand es brillant, die Handlung authentisch und emotional an die gefesselten Zuschauer zu vermitteln. Einer siebenköpfigen Wohngemeinschaft drohte die Räumung durch den Hausbesitzer, da dieser das Zusammenleben der verschiedenartigen Bewohner nicht länger dulden wollte. Dort lebten eine Katze (Selina Bergmann), ein Gespenst (Dominik Baal), eine Räuberin (Sofia Stavrakakis) sowie etliche weitere individuelle Charaktere. Im Miteinander stießen die sieben Hausbewohner auf Herausforderungen im Ausleben der persönlichen Identität: Während die einfühlsame Katze Ruhe und Zuneigung suchte, überraschte Hugo (Dominic- Julian Langanke) mit einer Breakdance-Einlage. Das zunächst furchterregende Gespenst entpuppte sich rasch als liebevolle Persönlichkeit. Er verdeutlichte damit imposant, dass Vorurteile gegenüber äußerlichen Erscheinungen irreführend sind. Frieden in die bunte WG brachte stets der Erzengel Michael (Simon Biendarra), der sein Schwert geübt einzusetzen verstand. Die Lösung des Konflikts zwischen den beiden Parteien wurde nicht zuletzt während einem Spaziergang begonnen. Daniel, gespielt von Louis Gerzen, beeindruckte in dieser Szene, in der er auf den Hauseigentümer Herrn Smit (Jonathan Zuhr) traf.

Als Antwort auf das Unverständnis und die Inakzeptanz Herrn Smits starteten die Jugendlichen eine Demonstration. Musikalisch vorangetrieben durch Fabian Schaefer am Piano mit einer selbst entwickelten Klavieranschlagtechnik zeigten die Bewohner Zusammenhalt und Engagement für ein gemeinsames Ziel. Im Sinne der Gemeinschaft schloss sich auch die Räuberin der Gruppe an und stärkte so die Verwirklichung des Plans. Glanzvoll stellten die Jungschauspieler hier die Eindringlichkeit dar, mit der sie auf ihr Recht beharrten. Hier wurde auch die allgemeine gesellschaftliche Verantwortung deutlich, sich für Belange miteinander einzusetzen. Geprägt von der Kritik an mangelnder Toleranz und Stigmatisierungen bewegte sich das Theaterstück stets im gesellschaftlichen Kontext. So brachte beispielsweise John, dargestellt durch Fabian Schaefer, den männlichen Bewohnern bei zu tanzen, obwohl dies laut gängigen Rollenklischees verpönt wäre. Der Zuschauer vergaß, dass er sich im Theatersaal einer Nürnberger Schule befand. Vielmehr sprachen die selbst entwickelte Handlung, das professionell gestaltete Bühnenbild und die Art und Weise der authentischen schauspielerischen Darbietung für eine der ganz großen Bühnen der Welt. Die Theatergruppe scheute nicht vor Doppelrollen zurück, schaltete souverän zwischen Schauspiel und Musik und lieferte dem Publikum wiederkehrend Impulse zur persönlichen Reflexion.

Der Besuch von „Sieben in einem Haus“ erfüllte alle Erwartungen deutlich. Die regionale und überregionale Kulturszene wäre bereichert, wenn die Regisseurinnen Magdalena Thanner und Renate Büttner zukünftig weitere dieser gesellschaftskritischen Stücke inszenieren. Chapeau!