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Berufschulstufe

Unsere Berufsschulstufe steht am Übergang von der Schule zum Arbeitsleben. Handwerkliche Tätigkeiten stehen im Mittelpunkt des Schulalltags und sollen den Jugendlichen ab der 10. bis zur 12. Klasse ermöglichen,  verschiedene Arbeitsprozesse für die spätere Berufswahl kennen zu lernen.
Daneben haben im Unterricht allgemein bildende, künstlerische, musische und ethische Fächer und die Pflege der Kulturtechniken weiter ihren festen Platz.

Auch Quereinsteiger können in die Berufsschulstufe aufgenommen werden. Nach einem Informationsgespräch mit ihren Eltern/Erziehungsberechtigten haben sie die Möglichkeit, in der entsprechenden Altersklasse zur Entscheidungsfindung einige Tage zu hospitieren.

Die Praxis in der Berufsschulstufe

Im handwerklichen Unterricht werden verschiedene Werkbereiche angeboten: Wolleverarbeitung, Töpfern, Korbflechten, Nähen, Holzverarbeitung, Metallbearbeitung, Weben, Buchbinden, Kochen, Hauswirtschaft, Gartenpflege und Kerzenziehen.
Die Werkbereiche finden epochenweise statt. Ausgehend vom bis dahin erlebten Unterricht werden die Jugendlichen zunehmend durch tätiges Üben an die jeweiligen Arbeitsprozesse herangeführt. Ziel ist es, der erwachenden Persönlichkeit des Jugendlichen möglichst vielfältige Erfahrungen zu vermitteln, die ihn im Laufe der Zeit zu einem  selbstständigen, selbstbewussten und produktiv arbeitenden Menschen heranreifen lassen. Durch die handwerkliche Arbeit kann der Heranwachsende technische und soziale Zusammenhänge wahrnehmen und verarbeiten. Jeder Werkstoff fordert die eigenständige Urteilsbildung heraus und spricht alle Sinne an. Das Gelingen eines Werkstückes erfordert einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Material.

Der theoretische und allgemeine Unterricht lehnt sich in modifizierter Weise an den Oberstufenlehrplan der Freien Waldorfschulen an. Das übergeordnete Thema „Ich und die Welt“ kommt im Unterricht in den unterschiedlichen Epochen zum Tragen: Kunstgeschichte, Mathematik/Geometrie, Biologie, Erdkunde, Deutsch, Geschichte, Technik, Physik, Chemie und Sozialkunde.

Darüber hinaus haben die Jugendlichen wöchentlich Sport und Chorsingen. Neben dem rein schulischen Auftrag gibt es auch gemeinschaftliche Veranstaltungen. Dazu gehören  das Feiern von Jahresfesten im Rahmen der gesamten Schulgemeinschaft, Sportwettkämpfe mit anderen Schulen, Klassenfahrten, Theaterspiele.

Die integrierte Heilpädagogische Tagesstätte ergänzt und vertieft in einzelnen Bereichen am Nachmittag das gesamte Angebot.

Regelmässig finden Elternabende oder Elternnachmittage statt.

Jede Klasse durchläuft in einem Schuljahr drei verschiedene Handwerksepochen. Kochen, Hauswirtschaft und Gartenpflege laufen durchgehend. So ist gewährleistet, dass jeder Schüler in den drei Jahren alle handwerklichen Epochen kennen lernen kann.

Im Team der Berufsschulstufe arbeiten zur Zeit eine Sozialpädagogin, eine Heilpädagogin, drei  Fachlehrer, eine Erzieherin und zwei Werklehrer für die Bereiche Holzverarbeitung, Korbflechten, Töpfern und Buchbinden zusammen. Außerdem unterstützen Jahrespraktikanten die Arbeit in den drei Klassen.

Wöchentlich trifft sich das gesamte Team zum gemeinsamen Austausch. Neben pädagogischen Fragestellungen und Schülerbesprechungen werden auch strukturelle und organisatorische Themen behandelt.

Zukunftsgestaltung

Mit dem Abschluss der Berufsschulstufe beenden die Jugendlichen ihre Schulzeit.
In Hinblick auf die Zukunftsgestaltung jedes einzelnen Schülers finden von Beginn der Berufsschulstufe an Elterngespräche, Gespräche mit Vertretern des Arbeitsamtes und mit dem jungen Erwachsenen selbst statt, um einen individuellen und angemessenen Berufs- und Arbeitsplatz zu finden. Auch die Möglichkeiten der Betreuung, bzw. späteren Lebens- und Wohnform werden angesprochen.