Leitbild der Karl-König-Schule
Vorstellung
Die Karl-König-Schule ist eine Ganztagsschule in freier Trägerschaft für Seelenpflege-bedürftige Kinder und Jugendliche. Sie hat ihre Grundlage in der anthroposophischen Heilpädagogik, der Waldorfpädagogik und den Impulsen der internationalen Camphill-Bewegung. Die Karl-König Schule ist mit ihrer integrierten Tagesstätte ein privates, staatlich genehmigtes Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (Förderschule). Sie gliedert sich in Schulvorbereitende Einrichtung (SVE), Schule mit Berufsschulstufe und Tagesstätte. Träger der Einrichtung ist der gemeinnützige Verein „Camphill Gemeinschaft Nürnberg, e.V.“
Die Karl-König-Schule ist als Förderschule fester Bestandteil in der mittelfränkischen Schullandschaft.
Wir arbeiten auf Grundlage des anthroposophischen Menschenbildes; in unseren Bemühungen steht der Mensch im Mittelpunkt – der uns anvertraute Mensch, zusammen mit seiner Familie, unabhängig von Herkunft, Nationalität und Religionszugehörigkeit. Dieser Aspekt ist uns bei der Aufnahme der Seelenpflege-bedürftigen Kinder und Jugendlichen eine selbstverständliche Haltung und Verpflichtung.
Die Karl-König-Schule als gemeinnützige Einrichtung ist eine Schulgemeinschaft, die mitten im öffentlichen sozialen Leben steht und alle Facetten der heutigen Gesellschaft widerspiegelt. Seit ihrer Gründung ist dies eine bleibende Herausforderung und Selbstverständlichkeit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung.
Zielsetzung
Zielsetzung ist es, den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur größtmöglichen Selbständigkeit und Entfaltung ihrer Persönlichkeit im Sinne von Identitätsfindung und Sozialkompetenz zu verhelfen. Kognitives Lernen, praktisches Tun, künstlerisches und soziales Erleben sind Ausdruck der ganzheitlichen Erziehung und therapeutisch-pädagogischen Förderung.
Die Karl-König-Schule arbeitet auf der Basis einer christlichen Grundhaltung, ohne konfessionell gebunden zu sein. Die Kinder erleben dies in der Begegnung mit den Erwachsenen und im Feiern der christlichen Jahresfeste.
Pädagogische Grundlagen
Unsere Arbeit orientiert sich an den Anregungen, die Dr. Rudolf Steiner aus dem Menschenverständnis der Anthroposophie gegeben hat und den daraus entwickelten medizinisch heilpädagogischen und gemeinschaftsbildenden Ausführungen Dr. Karl Königs. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit aktuellen pädagogischen, heil- und sonderpädagogischen Fragestellungen, um ergänzende Sichtweisen zu erproben oder bisher Erarbeitetes zu erweitern. Die aus der anthroposophisch-heilpädagogischen Praxis der letzten Jahrzehnte gewonnenen Erkenntnisse bieten Hilfe bei pädagogisch-psychologisch relevanten Fragestellungen.
Aus der Beschäftigung mit der anthroposophischen Menschenkunde ergibt sich für unsere Arbeit, dass in jedem Menschen seine geistige Individualität als gesunder Wesenskern lebt und wirkt. Unabhängig von Art und Schwere seiner Beeinträchtigung hat das Seelenpflege-bedürftige Kind ein Recht auf ganzheitliche Erziehung und schulische Bildung. Es ist als Persönlichkeit in Entwicklung begriffen und im Prozess zu einem menschenwürdigen und selbstbestimmten Dasein.
Die Schulgemeinschaft folgt einem kulturellen Bildungsauftrag, der den Beitrag von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft gleichberechtigt zu würdigen weiß.
Der enge Kontakt zu den Eltern und deren Einbindung in das Schulleben – Mitgestaltung und Elternarbeit – sind ein wesentlicher Bestandteil des Schulorganismus.
Zur Sicherung, Weiterführung und Verbesserung seiner Tätigkeit in den einzelnen Aufgabengebieten arbeitet das Kollegium der Karl-König-Schule mit dem Qualitätsverfahren „Wege zur Qualität“.
April 2011