Eine gelungene Zusammenarbeit
Seit langem schon bemühen sich die KollegenInnen der Karl- König-Schule und der Rudolf Steiner Schule Nürnberg um Kooperation ihrer Schüler und Schülerinnen in verschiedensten Projekten. Die Kinder einer Klassenstufe treffen sich mehrmals im Jahr für gemeinsame Projekte, und lernen sich auf diese Weise kennen. Berührungsängste und Vorurteile werden auf beiden Seiten abgebaut, Anderssein kann als Normalität empfunden werden.
Die 5.Klassen der beiden Einrichtungen hatten sich für Fasching etwas besonderes vorgenommen: wir wollten als Akrobaten, Clowns und Ballerinas in einer Zirkusvorstellung auftreten. Dazu musste fleissig geübt und trainiert werden. Wir in der Karl-König-Schule versuchten verschiedenste Kunststücke aus, auf dem Boden, dem Balken und mit Bällen, Tüchern und Reifen. Das erforderte viel Geduld, Konzentration und Anstrengung. Es war spannend zu beobachten, mit welcher Begeisterung und mit welchem Mut die Schüler sich auf die diversen Experimente einliessen und wie stolz sie auf ihr wachsendes Können waren.

Als wir einiges erarbeitet hatten, kam unsere Freundschaftsklasse zu Besuch. Wir durften in den grossen Saal und versuchten die Ideen beider Seiten zu einem Ganzen zusammenzufügen. Die Schüler der Rudolf-Steiner- Schule mit Frau Margit Erhard hatten sich vieles überlegt und nun sollten sie unsere Schüler in ihr Programm einbinden. Das war nicht ganz einfach und wir suchten im grossen Kreis gemeinsam nach den besten Lösungen. Das waren die fruchtbarsten Momente mit grosser Intensität, ebenso die sich anschliessenden Versuche, das Überlegte in die Tat umzusetzen. So entstand ein Entwurf, den wir in einem weiteren Treffen konkretisierten und bei der Generalprobe uns gegenseitig auf der Bühne zeigten.
So nahte dann auch der grosse Tag. Die Kostüme wurden angelegt, jeder Künstler wurde seiner Rolle gemäss geschminkt und dann durften wir endlich auf die Bühne. Der Saal war voller Zuschauer, unsere Herzen klopften vor Aufregung, aber schon bald überwog die Begeisterung des Tuns. Clowns, Zauberer, Jongleure, Raubtiere, Einradfahrer und Akrobaten gaben ihr Bestes und unser Programm war leider viel zu schnell vorüber. Wir wurden mit grossem Applaus belohnt und durften uns mehrmals verbeugen. Glücklich und zufrieden stürmten wir in unser Klassenzimmer zurück mit dem Gefühl, etwas Grosses gemeinsam geschafft zu haben.
Ich glaube, es hat allen Spass gemacht und wir hoffen, uns auch in Zukunft für neue Projekte begeistern zu können!
Ingrid Kessler, Klassenlehrerin
